Aus welchem Grund ist chronische Übersäuerung zum Normalzustand der Bevölkerung in den „zivilisierten Ländern“ geworden? Es liegt nicht nur an der naturfernen Ernährung mit biologisch entwertetem Food.
Der Lebensrhythmus prägt unseren Stoffwechsel in grundlegender Weise:
- Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ist der Stoffwechsel (der tagaktiven Lebewesen, also auch der Menschen generell) leistungsorientiert, katabol, säurelastig. Dem entspricht, dass das vegetative Nervensystem auf Sympathicotonie gestellt ist.
- Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ist der Stoffwechsel auf Regeneration und Erholung eingestellt, also anabol, basisch geprägt. Dem entspricht, dass das vegetative Nervensystem auf Vagotonie gestellt ist.
Dies sind ganz grundlegende Einstellung, die über Milliarden Jahre der Evolution biologisch geprägt und bewährt sind. Wenn nun in den „zivilisierten Ländern“ seit (evolutionär gesehen) extrem kurzer Zeit der natürliche Lebensrhythmus gestört wird, wirkt sich das auf den Stoffwechsel (sowie das vegetative Nervensystem) aus:
- Die künstliche Verlängerung des Tages (mit künstlichem Licht)
- und die aktive Nutzung dieser Verlängerung zwecks Arbeit, Sport und Vergnügen
fixieren uns in der säurelastigen, sympathicotonen Betriebsweise des Körpers, auch nachdem schon längst Zeit für die basisch geprägte, vagotone Regenerationsphase wäre.
Zu den Zivilisationskrankheiten, die also erst seit etwa zwei Generationen „technisch möglich“ gemacht wurden (primär durch elektrisches Licht), gehören also an vorderster Front die Übersäuerung und die vegetative Dystonie. Dank dem verzerrten, unbiologischen Lebensrhythmus.
Wundern Sie sich also nicht mehr, dass auch viele Menschen, die sich vollwertig ernähren, übersäuert sind. Es ist nicht die gelegentliche kulinarische Sünde, die daran Schuld trägt, sondern primär der zivilisierte Lebensrhythmus.