Vegetatives Nervensystem und zwei Krankheitstypen

Folgende Darstellung macht die „Zweiphasigkeit der Krankheiten“ anschaulich.

Die Überlegungen gehen aus vom vegetativen Nervensystem mit seinen zwei Funktionsmodi:

  • Sympathicus
    • Im Alltag untersteht typischerweise das herausfordernde Problemlösen am Tag dem Sympathicus. Dann mobilisiert der Körper alle Ressourcen, um diese (lebenswichtige) Herausforderung zu bewältigen.
  • Vagus / Parasympathicus
    • Der Vagotonie ist die Nacht gewidmet. Mit Ausnahme der Rem-Phasen des Schlafes. Auch die Pausen, ungestörten Verdauungszeiten des Tages gehören der Vagotonie. Die Ressourcen des Körper sind auf Regeneration, Aufbau, Heilung, Reparatur gerichtet.

Nun passiert ein DHS (Dirk Hamer Syndrom; Germanische Neue Medizin von Dr. R.G. Hamer): ein einschneidendes, isolierendes, individuell traumatisierendes und hochgradig herausforderndes / lebensbedrohendes Ereignis.

  • Dauer-Sympathicotonie
    • solange diese Herausforderung anhält, ist der Körper in Dauer-Sympathicotonie.
    • Diese umfasst alle Körperaspekte und Systeme: Körper, Geist, Seele. Vegetatives Nervensystem, Hormonsystem, Stoffwechsel, Immunsystem.
    • Der Körper läuft auf Stresshormonen und braucht seine Ressourcen auf.
    • Krebs entwickelt sich (Dr. Hamer) als „sinnvoller biologischer Mechanismus“, indem der Körper seine Kapazität erhöhen will. Dazu lässt er die (biologisch-thematisch präzise herausgeforderten) Organe wachsen oder Platz schaffen.
    • ABER WIR SPÜREN DIESE PROBLEMATIK NICHT in Ihrer vollen Auswirkung und Konsequenz, denn in dieser Ausnahmesituation steht der Körper auch unter dem Einfluss von Endorphinen, sprich körpereigenen Opiaten, Glückshormonen: während die normalen Stresshormone (Adrenalin, Cortisol) die Leistungsfähigkeit maximieren und das Leiden unterdrücken, vermitteln uns die Endorphine illusionäre „Superman“ / „Superwoman“ – Empfindungen: wir fühlen uns wohl, „im Flow“, wie eine „lean, mean fighting machine“. Wir finden es toll, den inneren Schweinehund überwunden zu haben.  Endlich haben wir unsere Komfortzone verlassen. Wir sind topp motiviert. Wir sind voll und ganz bei der Sache. Wir werden siegen! In Wirklichkeit hingegen gibt uns die Natur dieses Gefühl nur, weil wir (auf unser eigenes Wesen bezogen) überfordert sind,und mit unseren wesenseigenen Kapazitäten diese Herausforderung nicht bewältigen können.
    • Die (thematisch präzise) Krankheit dieser Phase ist unbemerkt, einwärtsgerichtet. Unsere Reservekapazitäten werden ausgeschöpft. Blutdruck steigt, Krebse wuchern oder fressen, Plaques werden abgelagert statt abgebaut, Probleme werden aufgeschoben statt gelöst. Ressourcen werden geplündert. Das kann so weiter gehen, bis sich schliesslich die Folgen in ihrer finalen Dramatik zeigen: ganze Organe und Organsysteme sind zerstört. Unbemerkt zerstört: wegen den Stresshormonen und Endorphinen, also der Sympathicotonie sind Raubbau und verzweifelte biologische Notmassnahmen unbemerkt geblieben!

Vielleicht kommt es aber (hoffentlich rechtzeitig!) zur CL (Conflikto-Lyse, Konfliktlösung; Germanische Neue Medizin von Dr. R.G. Hamer). Diese stetzt – natürlich nur falls thematisch präzise – der Dauer-Sympathicotonie ein Ende.

  • Dauer-Vagotonie
    • Der „Reparatur-Stau“, die in der Dauer-Sympathicotonie liegengebliebenen bzw. unterdrückten Heilungs- und Reparatur-Aufgaben müssen nachgeholt werden.
    • Auch die Dauer-Vagtonie umfasst alle Körperaspekte.
    • Alle ausgebeuteten, gewucherten oder weggefressenen Organteile werden (nach Möglichkeit) repariert.
    • Mikroben sind die Heilungshelfer in dieser Phase. (So erklärt Dr. Hamer sinnvoll die wahre Natur der sogenannten Infektionen und der mikrobiologischen Krankheiten.)
    • Die Stresshormone und Endorphine fallen weg. Nicht nur das: wir geraten in einen akuten „harten“ Entzug:
      • Indem Adrenalin wegfällt, fühlen wir uns, wie wenn der Stecker gezogen, der Strom abgestellt wäre: am Boden! Müde! Erschlagen! Ur-alt!
      • Indem Cortisol wegfällt, blühen alle Entzündungen auf. Fieber, Entzündungen, Ausschläge, Mikroben: wir verwandeln uns in einen Seuchenhaufen. Schmerzen und Symptome an allen Ecken und Enden. Auswärtsgerichtet, also offensichtlich. Wir leiden, und alle sehen uns unseren miesen Zustand an!
      • Indem die Endorphine wegfallen, ist Ende mit der tollen „Superman“ / „Superwoman“-Illusion.
      • Die Party ist vorbei; es bleibt nur noch der Kater.
    • Was in der Dauer-Sympathicotonie einbebrockt wurde, muss hier ausgelöffelt werden. Alle offenen Rechnungen müssen bezahlt werden: auf Heller und Pfennig, mit Zins und Zinseszins. Bleiben ungedeckte Checks? Sind wir der Rache der Geldeintreiber ausgeliefert? Sind wir – unsere Gesundheits-Ressourcen betreffend –  noch liquide, oder zahlen wir mit unserem Leben?

Die Dauer-Vagotonie ist übrigens von einem akuten sympathicotonen Intermezzo unterbrochen. Die kalten Tage, die Epi-Krise, die Rem-Phase des Schlafs …. Je nach Thema des DHS und der Dauer-Sympathicotonie. Zum Beispiel ein Krampfen (sympathicoton) der bereits (in der Vagotonie) ödematisierten Herzkranzgefässe: Herzinfarkt, aber auf Basis der ödematösen Anschwellung nun massiv, also oft tödlich!

Das Bild des Tauchers soll die Problematik der beiden Krankheitsphasen bildhaft verständlich machen:

  • Beim Eintauchen in die Welt der Dauer-Sympathicotonie ist alles noch gut, faszinierend, spannend. Obwohl man auf geliehenen Ressourcen läuft: der Sauerstoff-Tank kann uns nur eine gewisse Zeit lang unterstützen.
  • Wenig Probleme sind zu erwarten
  • Das Tauchen fühlt sich toll an: schwerelos, dreidimensional, geradezu embryonal vertraut: wie damals im Mutterleib.
  • Man merkt nicht, wie die Ressourcen schwinden: wie der Sauerstoff-Vorrat und die Lebenswärme einer kritischen Grenze entgegen-schwinden.
    • Nur durch den bewussten Einsatz intellektueller Klarheit, weil wir es gelernt haben, und wenn wir unsere Aufmerksamkeit tatsächlich auf Tiefenmesser, Taucheruhr und Füllstandsanzeige richten, merken wir, dass wir mit jeder Sekunde der Lebensgefahr näher kommen.
  • Was in der Dauer-Sympathicotonie die Endorphine sind, ist hier der unterschwellige oder auch manifeste Tiefenrausch: ist doch alles geradezu fantastisch! (In Wirklichkeit: NEIN!)

Die Realität erfasst uns im Anschluss:

  •  Das Auftauchen entspricht dem Weg durch Dauer-Vagotonie.
  • Hier zeigt sich, wo wir in Wirklichkeit stehen.
  • Der Stand der Ressourcen wird uns klar bewusst:
    • Reicht die Luft? Sie wird knapp!
    • Reicht die Lebenswärme?
  • Jede Sekunde bisheriger Tauchzeit müssen wir „ausbaden“.
    • Dekompressions-Halte zwingen sich auf.
    • Die Geduld wird auf die Probe gestellt!
    • Abkürzung würde bedeuten: tödliche Symptome der Taucherkrankheit
  • Die Illusion, der Tiefenrausch, die Faszination sind vergessen. Panik droht!
    • Panik bedeutet aber: hektische Atmung, mehr Luftverbrauch, grössere Lebensgefahr!

Überstrapazierte Ressourcen zeigen und rächen sich in der zweiten Phase, beim Aufstieg.
Wer die Grenzen der Natur nicht berücksichtigt hat, bezahlt mit dem Leben.

Einige können noch mit Kunstgriffen gerettet werden:

  • mit der Überdruckkammer nach dem zu langen Tauchen,
  • mit Cortison, Morphium und dem künstlichen Koma nach der zu langen Dauer-Sympathicotonie.

Grundsätzlich gilt: wir müssen das auslöffeln, was wir eingebrockt haben.
Manchmal haben wir uns zu viel eingebrockt. Warum haben wir es nicht gewusst? Warum hat es uns niemand gesagt? Wieso haben wir es nicht schon im Biologie-Unterricht und in der Grundausbildung der Heilkunde gelernt? Ignoranz ist tödlich.

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