Person (= per son) bedeutet: von Klang (= son) druchdrungen (= per)

Damit eine Person wirklich Per-Son sein kann, muss sie in ihrem Energiefeld  

schwingen können. Vergleichen wir also die Person mit einem Instrument, z.B. einem Saiten-Instrument:

  • eine Saite ist an beiden Enden fixiert
  • im Bereich zwischen den fixierten Enden schwingt sie frei mit einer Eigenschwingung, die von ihrer Länge abhängt. Dies definiert ihren Grundton.

Der Mensch bildet also ein aufrechtes Monochord in der ein-saitigen Grundform. Zur Besonderheit des Menschen gehört diese Aufrichtigkeit, also die aufrechte Körperhaltung.  Vergleichen wir den Menschen mit fast allen Tieren, fällt die fast durchgängig horizontale Organisation der Körperachse bei den Tieren auf. Der Mensch ist also nur dann voll und ganz Mensch, wenn er seine aufrechte Haltung einnimmt. Legt man sich hin, geschieht eine Wandlung vom menschlichen zum tierischen Prinzip: das Denken dominiert dann, wenn das Gehirn den höchsten Pol einnimmt; im Liegen sind die Instinkte in ebenbürtiger Position, und in (bequemen, geneigten) Sitzhaltungen sind (Bauch-)Gefühle im Vorteil. Es ist also keinesfalls gleichgültig, in welcher Körperhaltung wir uns bestimmten Aufgaben widmen. Ebensowenig ist es z.B. ein Zufall, dass Freud seine Patienten flachlegte; so „schaltet man das Denken aus“ und kommt relativ ungehindert dem näher, wofür sich Freud interessierte.

Die Qualität unserer Persönlichkeit kommt dann am ehesten und vollständigsten zur Geltung, wenn wir eine freie, aufrechte Körperhaltung haben. Nicht nur um seiner selbst Willen. Die klassischen Texte der Chinesen formulieren es prägnant:

  • die Aufgabe des Menschen ist es, Erde und Himmel  zu verbinden.

Die Erde entspricht dem Prinzip „YIN„, der Himmel dem Prinzip „YANG„. YIN entsprechen auch die unteren Körperteile, bzw. von jedem beliebigen Organ oder Abschnitt des Körpers die der Erde zugewandten und der Sonne abgewandten Bereiche. Die andere Seite entpreicht YANG. Für die Gesundheit ist keinesfalls entscheidend, was YIN und was YANG ist; der freie dynamische Austausch zwischen diesen beiden Polen ist das Entscheidende.

Was die Körperhaltung und die Haltungskorrektur betrifft, sehen wir

  • in den Füssen (mit direktem, ungehinderten und unverfälschtem Bodenkontakt) den unteren Teil: YIN bzw. die untere Fixierung der Saite unserer Per-Son.
  • in den Augen (und dem Scheitel, mit direktem, ungehindertem Kontakt zum Lichtvollen und zum Kosmos / Göttlichen) den oberen Teil: YANG bzw. die obere Fixierung der Saite unserer Per-Son.

Es braucht Sie nicht zu erstaunen, dass wir es hier genau mit zwei der wichtigsten Sensoren des Haltungssystems zu tun haben. (Technisch inclinierte Leser/-innen mögen bitte den Blog-Beitrag „Autonomes Haltungssystem funktioniert biokybernetisch“ konsultieren.) Was ist der dritte Sensor des autonomen Haltungssystems? Es sind die verteilten propriozeptiven Elemente des Körpers zwischen unterem und oberem Pol, also das, was ich im ABC der Haltungskorrektur als „Haut“ bezeichne. Wir sehen also

  • in der „Haut“ die  zur freien Schwingung fähige Saite unseres Person-Monochords.

Jede Störung der drei entscheidenden Elemente verursacht eine Verstimmung der Person, beeinträchtigt einerseits die Haltung und erschwert es andererseits, die übergeordnete menschliche Lebensaufgabe „Verbindung von Erde und Himmel“ wahrzunehmen.  Was letzteres betrifft, sind wir mit einem gestörten Haltungssystem / einer gestörten Per-Sön-lichkeit natürlich auch etwas von der Energieversorgung von unten (Erde) und oben (Kosmos) abgeschnitten.

 Nun sehen wir also die Haltungskorrektur, die wir andernorts nüchtern technisch-wissenschaftlich analysieren, in einem spirituellen Zusammenhang. Auch jede einzelne Haltungsabweichung (in allen drei Richtungen des Raumes) können wir selbstverständlich spirituell interpretieren:

  • liegt der Kopf vor dem Auflagepunkt der Füsse, bedeutet das wohl, dass der geistige Aspekt des betreffenden Menschen übermässig der Zukunft zugewandt ist.
  • liegt das Becken vorgeschoben, stehen andere Aspekte im Vordergrund,
  • etc.
  • ist die linke Schulter tiefer als die rechte, sagt dies viel über die Unausgeglichenheit von Nehmen und Geben, Verteidigung und Angriff, emotioneller und intellektueller Belastbarkeit aus.
  • ist ein Fuss ausgedreht, oder gar beide, ist der Fortschritt in die Zukunft auf Umwegen oder Abwegen.
  • und so weiter.

Eine spirituelle Interpretation ist ebenso direkt, unmittelbar und naheliegend, wenn es um die Orte geht, an denen Beschwerden auftreten. (Bitte stellen Sie solche Fragen aber nur dann, wenn Sie bereit sind, den Antworten ins Auge zu schauen.)

À propos „ins Auge schauen“: wir haben ja zwei Augen. Die vollwertige Funktion des Sehens bedingt eine koordinierte (synchrone) Zusammenarbeit beider Augen; sie müssen sich auf das gleiche Ziel ausrichten können. Nur dann gelangen wir zur Einsicht.  Das gelingt den wenigsten unserer Zeitgenossen. Abgesehen von der grassierenden Fehlsichtigkeit (korrekturbedürftige Unschärfe des Sehens), die den Grossteil der „zivilisierten“ Bevölkerung betreffen, weisen 93% aller Personen eine Konvergenzschwäche auf: linkes und rechtes Auge können sich nur mühsam oder gar nicht auf das gleiche Ziel ausrichten. Sie haben richtig gelesen: 93%. Diese Menschen sind also nicht zur Einsicht fähig, auch wenn die Sehschärfe der beiden einzelnen Augen mit perfekt korrigiert ist. Sowohl haltungsmässig wie auch spirituell gesehen sind die Zweiäugigen mit Konvergenzproblem schlechter dran als Einäugige, weil Einäugige zumindest ein eindeutiges, widerspruchsfreies Bild bekommen.

Wenn Sie irgendwie am Thema „Einsicht„, „Stirn-Chakra„, „Hemisphären-Synchronisation„, Yoga mit spirituellem Anspruch, oder einfach nur Haltungskorrektur interessiert sind, dürfen Sie die Konvergenzproblematik keinesfalls aus dem Auge verlieren!

Wenn das Instrument unserer Per-Son dann durch die ersten Massnahmen (A und B) im ABC der Haltungskorrektur wieder grundlegend ordnungsgemäss spielbereit geworden ist, können wir es stimmen (tunen) und von allen Störungen und Missklängen befreien. Diese anspruchsvolle Feinarbeit entspricht dem C im ABC der Haltungskorrektur:

  • dabei entscheiden Sie, wie viel Feintuning Sie wünschen oder z.B. von Berufes wegen unbedingt anstreben wollen
  • wobei der Aufwand einzelner Massnahmen ganz erheblich sein kann (auch finanziell)
  • und wobei klar gesagt werden muss, dass nicht alles reparierbar ist, und dass nicht jedes Per-Son Instrument eine Stradivari ist.

Wenn die Statik des Haltungssystems sich im real möglichen Optimalzustand befindet, ist das Fundament für den Schritt in die Dynamik gelegt:

  • der dynamische Körpergebrauch muss ebenso überdacht und angepasst werden, wie z.B. die Spielweise auf einem windschiefen, ausgeleierten und verstimmten alten Bar-Piano nicht mehr taugt, wenn sich der Pianist an einen gepflegten Fazioli oder Steinway setzt. (Dabei ist es ja in der Regel schwieriger, von alten Gewohnheiten wegzukommen und umzulernen, als von Null auf neu korrekt zu lernen. Machen Sie sich also keine Illusionen!)
  • die spirituelle Entwicklung hat nun eine solide Grundlage. Während beilspielsweise Yoga Übungen auf einer schiefen verstimmten Per-Son nur schräge Missklänge und Beschwerden verursachen, werden bei einer befreiten und gestimmten Per-Son die Chakren zwischen Wurzel-Chakra (Fuss) und Stirn-Chakra (drittem Auge) eine harmonische pentatonische Tonleiter ergeben, die bei jeder beliebigen Tonfolge einen angenehmen Wohlklang ergibt.

Das Spiel mit den Körperpositionen wird dann zu einem per-sön-lichen musikalischen Highlight (das selbstverständlich nicht durch wesensfremde akustische Begleitgeräusche gestört und verhunzt werden sollte). Jede Körperposition verändert die natürliche menschliche Hierarchie des Menschen (Kopf = Geist oben, Rumpf = Gefühl in der Mitte, Becken = Instinkte unten, und alle auf einer harmonischen Senkrechten sauber ausgerichtet) und stellt kurzfristig eine andere Konstellation her. Natürlich bemerkt das nur die wissende, befreite Per-Son. (Oder haben Sie das Bedürfnis, das Talent und die technischen Mittel, visuell dargestellte Yoga-Körperpositionen zu vertonen? Als fortgeschrittene Arbeit wartet dann die Vertonung von Positionen, an denen zwei Körper beteiligt sind, und auch mehr, wie es in indischen Darstellungen häufig gezeigt wird.)

Wenn nun unsere Per-Son durch Haltungskorrektur zum spielbereiten Instrument geworden ist, kann das Leben zur Musik werden. Wenn wir frei von (fehlhaltungsbedingten oder fehlhaltungs-analogen) Sachzwängen funktionieren können, können wir in Resonanz mit Erde und Himmel kommen, von denen wir auch unsere Energien beziehen. Schwingungen höherer Ordnung ergeben sich durchaus von selbst. Bewusste kurzfristige Aktivierung der einzelnen Chakren erzeugt gezielt die entsprechenden Töne. Das Symbol des „Apothekerstabes“ zeigt gewissermassen ein aufrechtes Monochord mit vollständig aktivierten Tönen (Schwingungsknoten). Das ist Gesundheit! Das Leben wird Klang. Dank des Pänomens der Resonanz ergibt sich Einklang. Sie könnten den Ton angeben!

Anmerkung:

Wer sich fast rund um die Uhr mit „Geräuschen von aussen“ überflutet, hat selbstverständlich kaum eine Chance, seine persönliche Note zu finden 🙁

Fragen:

  • In wessen Interesse liegt es, uns die direkte Wahrnehmung der kosmischen Energiene und per-sön-lichen Stimmungen zu erschweren und zu sabotieren? Finden Sie es sinnvoll, sich diesen Einflüssen zu beugen?
  • Trauen Sie sich zu, Ihre Per-Sön-lichkeit zum Klingen zu bringen, und die dazu notwendigen Schritte zu unternehmen? So dass Sie wenigstens zur der Per-Son werden, die Sie hier und jetzt im diesseitigen Leben sein sollten. Es ist schliesslich Ihre Aufgabe, Erde und Himmel zu verbinden, auf Ihre per-sön-liche Art!
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