Ihr Gehirn ist oberste Instanz für die Regulierung Ihrer Haltung. Um dies zu tun, benötig es möglichst korrekte Sinneswahrnehmungen über Raum, Lage und Haltung.
Haltungskorrektur muss also an der sensorischen und zerebralen Seite ansetzen: durch
- Korrektur, Entstörung und Rekalibrierung aller Sinne, die zur Raum-, Lage- und Haltungswahrnehmung beitragen.
- Beseitigung aller störenden Einflüsse, die das Gehirn an der perfekten Ausführung der Haltungsregulierung hindern.
Wenn wir mit dieser Erkenntnis die verschiedenen Methoden zur Haltungskorrektur beurteilen, zeigt sich (einzig) die POSTUROLOGIE als ursächliche, naturgemässe Methode. Nur sie setzt am sensorisch-zerebralen Anfang des Haltungssystems an.
- Manipulationen an Wirbeln, Gelenken, Muskeln sind weitgehend überflüssig (ausser als seltene Interventionen, um akute Blockaden zu lösen)
- Training, Übungen und „sich Mühe geben“ zeigen eher, dass man auf einem falschen Weg ist. Das autonome Haltungssystem sollte problemlos von selbst funktionieren, wie Atmung, Verdauung, Blutdruck und andere autonome Systeme der menschlichen Physiologie.
- Orthopädische Einlagesohlen, aber auch operative Korrekturen, Versteifungen u.ä. wären grundsätzlich erst in Erwägung zu ziehen, wenn sich die „befreienden“ Massnahmen der Posturologie als unzureichend erwiesen haben, und anatomische Probleme mechanisch kompensiert werden müssen.
Im ABC der Haltungskorrektur habe ich unter „A“ schon längst so formuliert:
„Ein Haltungsproblem ist primär ein Wahrnehmungsproblem“, und
„Deshalb steht an erster Stelle … die Korrektur aller Sensoren“
Dass es damit nicht ganz getan ist, können Sie dort weiter unten unter „B“ und „C“ nachlesen. Und, was die Dynamik des Körpergebrauchs betrifft, unter „D“.